Mut zum Fokus

Mut zum Fokus

Warum der zweite Schritt für Software-Unternehmen oft schwerer ist als der erste

Erfolgreiche Software-Unternehmen entstehen nicht durch Zufall. Sondern jemand erkennt eine Chance und verfügt über das notwendige Wissen, daraus eine funktionierende Lösung zu schaffen. Dazu muss man ins Risiko gehen, aktiv gestalten und ein Problem besser als andere zu lösen verstehen. Genau das macht den Unterschied zwischen unternehmen und unterlassen.

Ist das erste Produkt erfolgreich am Markt platziert, will der Unternehmergeist natürlich mehr. Es liegt seiner Natur, beständig nach der nächsten Chance zu suchen. Einmal hat es geklappt, warum nicht ein zweites, drittes oder viertes Mal? Genau dieser Stelle lauert jedoch die Gefahr. Denn der Erfolg des ersten Produkts wird oft überschätzt und in seinen Erfolgsfaktoren verklärt. Was scheinbar stringent durch die Gründer funktioniert hat, erfordert in Wirklichkeit auch das richtige Timing sowie das nötige Quäntchen Marktglück oder schlicht Zufall.

Der Trugschluss der Übertragbarkeit

Viele erfolgreiche Gründer erliegen der gefährlichen Selbsttäuschung, ihren Erfolg einzig ihren Fähigkeiten zuzuschreiben. Das funktioniert ebenso wenig wie es dem puren Zufall zuzuordnen. Ein Unternehmen zu gründen/ein erstes Produkt zu etablieren erfordert ganz andere Fähigkeiten als den nächsten strategischen Schritt zu gehen. Im Überschwang des ersten Erfolges neue Initiativen zu starten, birgt regelmäßig die Gefahr, sich zu verzetteln. Neue Produkte, neue Zielgruppen, neue Märkte – alles scheint möglich. Statt die eigenen Stärken zu erkennen und zu vertiefen, führt Übermut jedoch weg vom Kern des Unternehmens – vom Fokus.

 

Mut zum Fokus - Worauf Software Unternehmen achten sollten

Die Falle der Verzettelung

Was aber macht ihn aus, diesen Fokus? Es geht um ein Verständnis für gleichermaßen das eigene Produkt/die eigenen Talente wie für den Markt und die Zielsegmente. Beides gilt es gezielt zu kombinieren und dabei auch den Mut zu haben, Dinge wegzulassen. Genau das fällt vielen aber schwer. Schließlich klingt „weglassen“ verdächtig nach „unterlassen“. Ist das nicht genau das Gegenteil von dem, was Unternehmen ausmacht? Und fühlt es sich nicht wie eine Niederlage an, wenn man etwas startet und dann wieder beenden muss?

Durch Weglassen zur Value Proposition

Die Zugehörigkeit zu einer Software-Familie wie der Volaris Group kann bei der Fokussierung im Sinne von Best Practices eine wertvolle Rolle spielen. Ein solcher Partner bringt nicht nur eine objektive Außensicht auf das Unternehmen mit, sondern auch die Erfahrung, wie man Fokus strategisch schärft und eine starke Value Proposition formuliert. Um zu ihr zu gelangen, muss man alles Unnötige weglassen. Wie bei einer Skulptur, die sich nach und nach aus einem bloßen Steinquader herausbildet.

„Nein“ sagen – ein Zeichen unternehmerischer Reife

Es mag manchem widerstreben, aber Fokus bedeutet: bewusst Chancen nicht ergreifen. Sich gegen Umsatzpotenziale entscheiden, wenn sie nicht zum Kern, also zum Talent des Unternehmens passen. Mutig „Nein“ sagen. Das ist keine Niederlage, sondern ein Zeichen unternehmerischer Reife. Deshalb ist Fokus kein einmaliger Akt, sondern ein fortlaufender Prozess und ein ständiges Hinterfragen: Was können wir besser als andere? Für wen schaffen wir den größten Wert? Und was lassen wir bewusst weg, um genau diesen Wert zu maximieren?


Diese Fähigkeit unterscheidet erfolgreiche Unternehmen, die langfristig stark bleiben, von jenen, die sich im eigenen Wachstum verlieren.

Das ist Fokus #.
Die größte Stärke erfolgreicher Software-Unternehmen.
Und ihre größte Herausforderung.

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