Warum der Economist die Volaris-Muttergesellschaft Constellation Software als „Berkshire Hathaway der Technologie“ bezeichnet
- Volaris Group
- 28. Oktober 2024
The Economist bezeichnet Volaris-Muttergesellschaft Constellation Software als „Berkshire Hathaway der Technologie“
Seit der Gründung im Jahr 1995 mit der Übernahme der Trapeze Group hat der kontinuierliche Aufstieg von Constellation Software am Markt viele Bewunderer und Nachahmer gefunden. Analysten heben hervor, wie es dem kanadischen Software-Käufer gelungen ist, seinen Umsatz im Schnitt um 25 % pro Jahr zu steigern. In einem aktuellen Beitrag bezeichnet der The Economist Constellation als „Berkshire Hathaway der Tech-Branche“ und geht dem Erfolgsrezept des Unternehmens auf den Grund.
Der Artikel zeigt auf, worin sich Constellation Software von Private-Equity- und Venture-Capital-Investoren unterscheidet. Er erläutert, nach welchen Kriterien das Unternehmen seine Zukäufe auswählt und warum diese nach der Übernahme weitgehend unverändert weitergeführt werden. Wir haben einige Kernthemen des Artikels vertieft – für alle, die mehr über Constellation und seine Tochtergesellschaften, darunter die Volaris Group, erfahren möchten.
Worin ähnelt Constellation Software Berkshire Hathaway – und worin unterscheidet es sich?
Constellation wird häufig mit Berkshire Hathaway verglichen, weil es gezielt in Unternehmen mit einem ökonomischen „Burggraben“ investiert – einem starken und dauerhaften Wettbewerbsvorteil. Beide verfolgen einen langfristigen Investitionsansatz und sind für ihr Geschick in der Kapitalallokation bekannt. Beide lassen ihre Beteiligungen weitgehend so weiterarbeiten wie zuvor und wachsen in erster Linie durch Zukäufe.
Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede. Während Berkshire Hathaway in eine Vielzahl von Branchen investiert ist – etwa Versorger, das verarbeitende Gewerbe, Eisenbahnen und den Einzelhandel –, konzentrieren sich Constellation und seine operativen Gruppen auf Anbieter vertikaler Branchensoftware. Diese Unternehmen liefern geschäftskritische Lösungen für Schlüsselbranchen wie Landwirtschaft, Transport, Kommunikation und Bildung.
Während Berkshire Hathaway mit dem Kauf großer Beteiligungen an börsennotierten Konzernen wie Apple und Coca-Cola Schlagzeilen macht, erwirbt Constellation Unternehmen in der Regel zu 100 %. Viele der Zukäufe waren kleinere Unternehmen; in den vergangenen Jahren hat Constellation jedoch auch größere Gesellschaften übernommen. Ein weiterer Unterschied liegt im Führungsstil: Während Berkshire-CEO Warren Buffett das weithin bekannte Gesicht seines Unternehmens ist, ist Constellation-CEO Mark Leonard für seine Zurückhaltung und sein unaufgeregtes Auftreten im Hintergrund bekannt.
Warum ist Constellation Software ein so erfolgreicher Käufer von Softwareunternehmen?
The Economist kommt zu dem Schluss, dass es – wie bei Berkshire Hathaway – auf eines ankommt, um in einer Branche führend zu sein: Erfahrung. Die M&A-Experten von Constellation haben bis heute mehr als 1.000 Übernahmen abgeschlossen und erkennen deshalb die Muster, die den Erfolg eines Softwareunternehmens vorhersagen. Als eine der größten Gruppen unter dem Dach von Constellation hat Volaris mehr als 200 Unternehmen erworben und ist in über 40 vertikalen Märkten vertreten. Jahr für Jahr kommen zahlreiche weitere hinzu. Jedes Unternehmen, das sich uns anschließt, vergrößert den Pool an Talenten und Fachwissen, auf den unsere Führungskräfte zurückgreifen, um ihren Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Viele der Führungskräfte, die heute für Volaris Unternehmen erwerben, waren früher selbst Inhaber. Diese Erfahrung hilft ihnen, die Struktur eines Deals präzise zu vermitteln und die Erwartungen im Verkaufsprozess wirksam zu steuern. Die Begleitung Hunderter Transaktionen hat unser Verständnis der Softwarebranche geschärft – so können wir beurteilen, ob ein Unternehmen gut aufgestellt ist, um in einem bestimmten vertikalen oder geografischen Markt erfolgreich zu sein. Zugleich stellen wir nach der Übernahme die Ressourcen bereit, um dieses Potenzial zu heben.
Unser tiefes Verständnis dafür, wie Softwareunternehmen funktionieren, hat zudem die Due Diligence vereinfacht. Wir wissen genau, welche Kennzahlen, Finanzindikatoren und operativen Details den langfristigen Erfolg eines Unternehmens prognostizieren. All das sorgt für einen effizienten Übernahmeprozess – und dafür, dass ein Unternehmen nach der Übernahme nie wieder verkauft wird.
Was macht ein Unternehmen zu einem guten Partner für Constellation Software?
The Economist analysiert, welche Arten von Unternehmen Volaris und die übrigen Constellation-Gruppen erwerben. In der Vergangenheit waren viele Zukäufe kleinere, gründergeführte Unternehmen mit starken Managementteams. Volaris erkennt das Wachstumspotenzial in kleineren Unternehmen, die nah an ihren Kunden sind.
Kleine, vertikal ausgerichtete Unternehmen verfügen oft über Nischen-Know-how, das sich nur schwer nachbilden lässt – vor allem dann, wenn sie auf bestimmte Technologien oder Marktsegmente spezialisiert sind. Solche Zukäufe können Käufern helfen, in neue Märkte einzutreten oder ihre Position in bestehenden Märkten zu festigen. Volaris legt großen Wert darauf, die Managementteams zu erhalten, die ein Unternehmen erfolgreich gemacht haben. Anders als bei vielen Käufern, die wenig Rücksicht auf bestehende Strukturen nehmen, bleibt das ursprüngliche Führungsteam bei Volaris in der Regel an Bord.
Indem wir branchenspezifische Portfolios für vertikale Märkte bilden, in denen Volaris bereits stark vertreten ist, können wir gezielt auf die Bedürfnisse dieser Unternehmen eingehen. Zudem entwickeln wir Benchmarks, die unseren Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Grundsätzlich ist Volaris für Zukäufe in allen Branchen offen, strebt aber bevorzugt eine Expansion in Bereichen an, in denen wir bereits präsent sind. Den Austausch von Best Practices zwischen unseren Unternehmen fördern wir aktiv, um deren Erfolg zu maximieren.
Um größere Transaktionen zu ermöglichen, haben die operativen Gruppen von Constellation eigene Finanzierungsstrategien entwickelt – etwa die Ausgliederung größerer Portfolios in eigenständige, börsennotierte Gesellschaften. So wurde im Zuge des Erwerbs von WideOrbit das Kommunikations- und Medienportfolio der Volaris Group, die Lumine Group, im Jahr 2023 an die Börse gebracht.
Warum hält Constellation Software an einem dezentralen Modell mit eigenständigen Unternehmen fest?
Auch wenn die übernommenen Unternehmen Teil eines der größten Technologiekonzerne der Welt werden, wird jedes Einzelne ermutigt, weiterhin wie ein kleines Unternehmen zu agieren. Wird ein Unternehmen zur Integration gezwungen, droht der Blick des Managements von den eigenen Kunden abzuwandern. Zudem werden Ressourcen zersplittert, die mit lokalem Fokus weitaus wirksamer eingesetzt wären.
Die Eigenständigkeit erlaubt es dem übernommenen Unternehmen, seine gewachsene Unternehmenskultur und seine bewährten Arbeitsweisen zu bewahren. Das kann entscheidend sein, um Mitarbeiter zu halten – gerade jene Schlüsseltalente, die womöglich wegen der Kultur gekommen oder geblieben sind. Werden die kulturellen Normen eines erfolgreichen Unternehmens gestört, drohen Unzufriedenheit, Fluktuation und ein Rückgang der Produktivität. Hinzu kommt: Übernommene Unternehmen verfügen häufig über das Spezialwissen, das ihren Erfolg begründet hat – und Eigenständigkeit hilft, dieses Wissen zu sichern.
Die kleineren Unternehmen, die Volaris erwirbt, leben seit Jahrzehnten von ihrer Innovationskraft und ihrer unternehmerischen Beweglichkeit. Wer als Käufer zu viel Kontrolle ausübt, riskiert, ebendiese Qualitäten zu ersticken. Indem wir das Unternehmen eigenständig halten, profitieren wir weiterhin von der innovativen Kultur, die es von Anfang an attraktiv gemacht hat. Und indem wir die Führungskräfte dieser Unternehmen das ganze Jahr über zusammenbringen, um Ideen auszutauschen sowie Erfolge und Herausforderungen zu teilen, fördern wir Kreativität und Zusammenarbeit zusätzlich.
Für mehr Informationen und Tipps zum Verkauf Ihres Softwareunternehmens lohnt ein Blick in das Whitepaper „Der ultimative Leitfaden für den Verkauf Ihres Softwareunternehmens“ der Volaris Group, den Sie auf der folgenden Seite herunterladen können. Volaris Group
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